Evangelische Kirchengemeinde Menden - Willkommen

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Willkommen

Wir begrüssen Sie herzlich auf der Internet-Seite der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden und freuen uns, dass Sie sich für unsere Angebote und Veranstaltungen interessieren.

Wir informieren Sie gern über Aktuelles aus unserer Gemeinde, die aktuellen Gottesdiensttermine, die Veranstaltungen unserer Gemeinde im aktuellen Wochenplan sowie Informationen zur Kirchenmusik und über die vielfältigen Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden.

Ob Sie ein vertrauliches Gespräch wünschen oder weitere Informationen suchen - informieren Sie sich hier oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch per E-Mail info@kirche-in-menden.de oder per Post (Gemeindebüro Bodelschwingh-Haus, Bodelschwingh-Straße 4, 58706 Menden).


Aktuelles aus unserer Gemeinde

GemeindeSchwester Sandra Albert
Goldene Konfirmation 2017 in der Erlöserkirche
Evangelische Kollekte für Vincenz-Kirchturm
Jungscharfreizeit Meinerzhagen
500 Jahre Reformation – Wir feiern ein Christusfest
Kindergarten Menden-Bösperde: Mit neuen Kräften dazu in neuen Räumen


Wort zum Sonntag

Heute bin ich mal... Wer?

Die roten Nasen sind zurück in die Schachtel gepackt.
Die Kostüme und verrückten Klamotten sind zurück im Schrank verstaut.
Auch dieses Jahr haben sich Jecken im ganzen Land gefragt: Was zieh ich an? Als was oder wen möchte ich mich verkleiden? Wer will ich sein?
Will ich vielleicht dieses Mal ein Ritter oder eine Prinzessin sein? Eine Polizistin oder ein Cowboy? Eine Banane oder ein Huhn?
Will ich ganz stark oder mutig sein? Oder lieber hübsch? Oder total verrückt?


Vikarin Mareike Gintzel
Evangelische Kirchengemeinde Men
den
Karneval bietet uns immer wieder die Möglichkeit, mal Jemand ganz anderes zu sein.
Oder selbst ganz anders zu sein, als wir das so in unserem alltäglichen Leben sind.
Wir schlüpfen in diese andere Rollen und probieren sie aus, indem wir die Kostüme anprobieren.
Und plötzlich ist die Stärke zu spüren, die einem das Superwomenkostüm verleiht. Oder der Edelmut des Musketiers. Oder die Leichtfüßigkeit eines Tanzmariechens. Oder die erheiternden Blicke sind wahrzunehmen, wenn Menschen auf das eigene bunt geschminktes Gesicht und die neonfarbenen Haare schauen. Und dann kann man sich freuen, dass man andere damit zum Lachen bringt.

Karneval ist eine tolle Möglichkeit, Neues an sich zu entdecken oder sich mal etwas zu trauen, was man sich im Alltag nicht traut. Und vielleicht nimmt man aus den Erlebnissen der Karnevalszeit ja auch etwas mit, was man gar nicht mehr abstreifen möchte. Die Fröhlichkeit, die Offenheit, den Mut – etwas, was man erst in dem Kostüm entdeckt hat und ausleben konnte.

Nun sind wir wieder wir. Menschen im Alltag. In Regenjacken auf der Straße. Im Anzug im Büro. In der Kluft auf dem Bau. In der Jogginghose auf dem Sofa.
Das Konfetti ist von den Straßen gefegt und die Fastenzeit hat begonnen. Jetzt wird es wieder ruhiger.
Die Passionszeit lädt uns ein, all das Laute abzudrehen und all das Unnütze, das wir mit uns tragen, abzulegen. Und jetzt, so ganz ohne Masken und Kostüm, bekommt die eine Frage erst richtig Brisanz: Wer will ich sein?

Auf der Suche nach einer Antwort fällt mir das Lob ein, was der Psalmbeter zu Gott singt:
„Du hast mich geschaffen mit Leib und Geist, mich zusammengefügt im Schoß meiner Mutter. Dafür danke ich dir, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. An mir selber erkenne ich: Alle deine Taten sind Wunder! Ich war dir nicht verborgen, als ich im Dunkeln Gestalt annahm, tief unten im Mutterschoß der Erde. Du sahst mich schon fertig, als ich noch ungeformt war.“ (Ps 139,13-16)

Mit jedem Tag, mit jeder gemachten Erfahrung, mit jeder Entscheidung und jeder Handlung, formen wir unser Sein. Und wenn ich die Gottesperspektive einnehmen könnte, dann würde ich auch gern schon wissen, wer ich denn bin, wenn ich fertig bin.
Wird dieses zukünftige Ich dann geduldiger sein? Offener? Mutiger?

Die Karnevalszeit hat dazu ermuntert, verschiedene Verkleidungen anzulegen. Nun lädt die Passionszeit uns dazu ein, die Schichten und Hüllen abzulegen und zu entdecken, wer wir sind und wer wir sein wollen.
Bestimmt lohnt es sich, ganz ohne Masken oder Rollen, dieses neue Menschsein mal auszutesten. Jeden Tag können wir es immer wieder neu und immer wieder anders ausprobieren. Schauen wir doch mal auf uns, durch Gottes liebevollen Blick.
Und ich bin gewiss, dass Gott uns dabei helfen wird, so zu werden, wie er uns gedacht hat.
Denn Gott weiß, was noch alles in uns steckt.

Ihre Mareike Gintzel
Vikarin der Evangelischen Kirchengemeinde Menden


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