Evangelische Kirchengemeinde Menden - Willkommen

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Willkommen

Wir begrüssen Sie herzlich auf der Internet-Seite der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden und freuen uns, dass Sie sich für unsere Angebote und Veranstaltungen interessieren.

Wir informieren Sie gern über Aktuelles aus unserer Gemeinde, die aktuellen Gottesdiensttermine, die Veranstaltungen unserer Gemeinde im aktuellen Wochenplan sowie Informationen zur Kirchenmusik und über die vielfältigen Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden.

Ob Sie ein vertrauliches Gespräch wünschen oder weitere Informationen suchen - informieren Sie sich hier oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch per E-Mail info@kirche-in-menden.de oder per Post (Gemeindebüro Bodelschwingh-Haus, Bodelschwingh-Straße 4, 58706 Menden).


Aktuelles aus unserer Gemeinde

Jungscharfreizeit Meinerzhagen
500 Jahre Reformation – Wir feiern ein Christusfest
Wir suchen: eine/n staatlich anerkannte/n Erzieher/in
Kindergarten Menden-Bösperde: Mit neuen Kräften dazu in neuen Räumen
Evangelischer Kirchenkreis Iserlohn: Reformationsjubiläum


Andacht Ewigkeitssonntag 19. November 2016

Christsein im Wartestand

Der morgige Sonntag, in der Evangelischen Kirche ist es der Ewigkeits- und Totensonntag, lenkt die Gedanken auf das Ende eines jeden einzelnen, auf den Tod, und darüber hinaus auf das absolute Ende, das allem Dasein auf Erden bevorsteht: auf den "Jüngsten Tag", an dem unser Herr Jesus Christus als Richter über alle und alles je Dagewesene zugegen sein wird. Und die in einer Woche beginnende Adventszeit erinnert daran, dass alle irdische Zeit eine Zeit des Wartens auf Christus ist. - Das Warten gilt nicht etwas Unbekanntem, nicht einer Zu-kunft, die vielleicht etwas Gutes in ihrem Schoß birgt, vielleicht aber auch bittere Enttäu-schungen oder gar verheerende Katastrophen. – "Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen …"


Pfarrer Frank Fiedler
Pfarrer der ev. Kirchengemeinde Menden
Der Stand der Christinnen und Christen ist wohl vor allem der Wartestand! Hin und her gerissen sind wir: so ist das Leben, manchmal schön und manchmal  schrecklich grausam, - und da ist unsere Hoffnung auf den lieben jüngsten Tag. Der Reformator Calvin sagte: „Uns wird das ewige Leben verheißen - aber uns, den Toten. Man verkündigt uns selige Auferstehung - inzwischen sind wir von Ver­wesung umgeben. Gerechte werden wir genannt - und doch wohnt in uns die Sünde. Wir hören von unaussprechlicher Seligkeit - inzwischen aber werden wir hier von unendlichem Elend erdrückt. Überfluss an allen Gütern wird uns verheißen - reich sind wir aber nur an Hunger und Durst. Was würde aus uns, wenn wir uns nicht auf die Hoffnung stemmten, und unser Sinn … mitten durch die Finsternis hindurch über diese Welt hinauseilte!“.

Beides, Gutes oder Katastrophales oder eine Zwischenstufe mag der Welt und jedem von uns einzeln bevorstehen, und als Hörer des Evangeliums werden wir, wenn es gut geht, dieser Zukunft eine Spur gelassener entgegenblicken. Es ist tröstlich, in den Leiden dieser Zeit auszuhalten im Wissen, dass noch etwas kommt.
Als Christen sind wir guter Hoffnung. „Und warum sollen wir uns unserer Hoffnung schämen? Nicht unserer Hoffnungen werden wir uns einstmals zu schämen haben, sondern unserer ärmlichen und ängstlichen Hoffnungslosigkeit, die Gott nichts zutraut, die in falscher Demut nicht zugreift, wo Gottes Verheißungen ihr gegeben sind, die resigniert in diesem Leben und sich nicht freuen kann auf Gottes ewige Macht und Herrlichkeit. Je mehr wir zu hoffen wagt, desto größer werden wir mit unserer Hoffnung. Mensch wachsen mit ihren Hoffnungen.“ (Dietrich Bonhoeffer)
Wer Hoffnung hat, findet sich nicht mehr ab mit der gegebenen Wirklichkeit, sondern beginnt an ihr zu leiden, ihr zu widersprechen. Frieden mit Gott bedeutet Unfrieden mit der Welt, denn der Stachel der verheißenen Zukunft wühlt unerbittlich im Fleisch jeder unerfüllten Gegenwart. Hätten wir nur das vor Augen, was wir sehen, so würden wir uns heiter oder ver­drossen mit den Dingen abfinden, wie sie eben sind. Dass wir uns aber nicht abfinden, dass es zwischen uns und der Wirklichkeit zu keiner freundlichen Harmonie kommt, das macht die unauslöschliche Hoffnung. Diese Hoffnung macht die Christenheit zu einer beständigen Unruhe, weil sie nach mehr Frieden, mehr Gerechtigkeit und mehr Liebe verlangt.

Ihr Frank Fiedler,
Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Menden


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