Geistliches Wort – Archiv 2021

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Frank Fiedler, Pfarrer der
Evangelischen Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

„Das war Spitze!“
Kennen Sie noch diesen Ruf aus der Fernsehsendung „Dalli-Dalli“, - früher im ZDF zu hören? Er stammt aus eine Rate-Show, die von Hans Rosenthal moderiert wurde und die vor 50 Jahren, am 13. Mai 1971, Premiere feierte. Bis 1986 führte Hans Rosenthal durch die Sendung. In jeder Sendung fragte er sein Publikum „Sie sind der Meinung, das war …?“, worauf das Publikum stets begeistert „Spitze!“ rief, während Rosenthal einen – im Fernsehbild kurz „eingefrorenen“ – Luftsprung vollführte, der sein Markenzeichen wurde.

Vier Zweier-Teams kämpften bei Assoziations- und Geschicklichkeitsspielen um eine möglichst hohe Punktzahl. Diese kam, in einen Geldbetrag umgerechnet, Hilfsbedürftigen zugute.
Donnerstags abends lief Dalli-Dalli auf vielen Fernsehern, und ich durfte als Schüler mitgucken.

Verwundert war ich, vielleicht 10 Jahre alt, als eine Großtante zu Besuch war und beim Zuschauen die absonderliche Bemerkung machte: „Guck mal, der hat eine Judennase.“ Mir sagte das damals wenig, die Serie „Holocaust“ wurde im deutschen Fernsehen erst 1979 ausgestrahlt. Ich bin kein Jude, in meiner Familie haben einige große Nasen, - die Nase von Hans Rosenthal war mir nie aufgefallen.

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Bärbel Vane
Prädikantin in der Evangelischen
Kirchengemeinde in Menden

Wort zum Sonntag

Fasten oder nicht fasten, das ist hier die Frage

Liebe Leserinnen und Leser

„Wie klappt es denn bei dir so in diesem Jahr mit dem Fasten“ fragte mich vor ein paar Tagen eine Bekannte.
„Nicht so gut“, war meine Antwort. Ihr ging es ähnlich.

Schon zu Beginn der Fastenzeit hatte ich mich ernsthaft gefragt, ob ich in diesem Jahr überhaupt fasten wollte.
Schließlich sind die Einschränkungen, die Corona so mit sich bringt ja auch so etwas wie Langzeit fasten…

Aber dann hatte ich mich doch noch dazu entschlossen:
Social Media fasten war angesagt  -  Ganz schlechte Entscheidung.
Irgendwie hat das Tragen von Masken wohl doch einen negativen Einfluss auf meinen Verstand. :-)
Schon nach drei Tagen knickte ich ein und stieg auf Chips fasten um. 
Eine ganze Woche hielt ich durch, doch dann - wieder kein Erfolg.
Nichts Halbes und nichts Ganzes und so kam ich zu der Entscheidung: Ich gebe auf!
Dieses Jahr wird nicht weiter gefastet.

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Mario Huhn, Pfarrer der
Evangelischen Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Hallo Sportsfreunde!

Fitness ist wichtig, um den Körper gesund zu erhalten. Darum gehe ich regelmäßig ins Sportstudio. Muskeln, die nicht trainiert sind, sind im Alltag weniger leistungsstrak. Bankdrücken und Bizeps-Curls machen mir Spaß, die Übungen an der Beinpresse empfinde ich als mühselig. Für eine gute Beinmuskulatur sind sie jedoch unerlässlich.

Wegen Corona ist mein Fitnessstudio leider zu – mal wieder. Darum mache ich viele Spaziergänge und gehe joggen. Aber auch zuhause gibt es Möglichkeiten, mich fit und gesund zu halten: Sit-Ups, Liegestütze oder Klimmzüge. Das ist nicht das Gleiche wie Fitnessstudio, aber mein Körper braucht diese sportlichen Auszeiten.

Wie steht es aber mit meinem Glaubensleben, frag ich mich. Widme ich dem auch so viel Zeit? Denn nicht nur meine körperliche Fitness ist wichtig. Auch mein Geist braucht viel Aufmerksamkeit. Ohne entsprechendes Training wäre mein Glauben nicht alltagstauglich.

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Dorothea Goudefroy
Pfarrerin der Evangelischen
Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag: Herrliches Leben

Liebe Leserinnen und Leser!

Darf man Kindern das erzählen? – Bei der Vorbereitung der Kinderbibelwoche gibt es richtig Stress. Das Thema finden alle gut: „Jesus macht Sachen“. Wir wollen den Kindern nahebringen, dass Jesus Menschen Gutes tut. Die Speisung der 5000, die Heilung des Gelähmten und die Heilung eines Taubstummen – alles unbestritten in der Vorbereitungsgruppe. Bis ich vorschlage, die Hochzeit zu Kana ebenfalls zu erzählen. Da ruft sofort jemand: Das kann man Kindern doch nicht erzählen, da geht es doch um Wein! Die Empörung ist groß.

In Kana ist Jesus zu Gast auf einem Hochzeitsfest. Die Brautleute tischen auf, ganze drei Tage lang. Und irgendwann ist der Wein aus. Das ist superpeinlich, aber das Brautpaar hat noch gar nichts davon gemerkt. Nur die Diener werden hektisch, laufen herum, suchen Wein. Die Krüge sind leer! Das Brautpaar wird sich blamieren. Und wer bei der Hochzeit geizig ist, dem wird auch das Eheleben sauer werden.

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