Geistliches Wort – Archiv 2020

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Thomas v. Pavel,
Schulreferent des Evangelischen
Kirchenkreises Iserlohn

Wort zum Sonntag

Leben im Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit

Liebe Leserinnen und Leser,
als ich vor ungefähr 3 Monaten die Anfrage bekam, für diesen Sonntag das Wort zum Sonntag zu schreiben, freute ich mich. Ich freute mich auf diesen Termin, weil dann schon Frühling sein sollte. Es sollte dann heller, wärmer, schöner sein, als zu dem Zeitpunkt der Anfrage.

Und jetzt: ja, es ist heller, wärmer, schöner. Die Natur tut ihr bestes um deutlich zu machen: es ist Frühling.

Aber sonst? Es ist doch alles anders. Der Arbeitsalltag, bei mir wie bei vielen von Ihnen, zuhause. Die Freizeit, bei mir, wie bei allen von Ihnen, zuhause. Viele liebgewonnene Tätigkeiten, Sport, Musik, Kino oder auch „nur“ ein Treffen mit Freunden, all das findet nicht statt. Es fällt aus, na, sie wissen schon, warum. Das alles ist eine Situation, die wir alle so noch nicht erlebt haben. Distanz ist das Gebot der Stunde. Distanz und nicht Nähe. Dabei leben wir Menschen doch von Nähe und Zuneigung, von Gemeinschaft und Austausch. Gerade die Religion, die Ausübung des Glaubens ist auf Gemeinschaft und gemeinschaftliche Stärkung angewiesen.

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Frank Fiedler, Pfarrer der
Evangelischen Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.
(Römer 11,18)

In diesem Jahr möchte ich an den Rheinischen Synodalbeschluss „Zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden“ erinnern, der vor 40 Jahren verabschiedet wurde.
Die rheinische Kirche schaut auf die fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes, seine Heimkehr in das Land der Verheißung und auf die Errichtung des Staates Israel und sieht darin ein Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk.
Wieviel Hohn und Spott hatte Martin Luther für die Juden seiner Zeit übrig. Für ihn war das fehlende Land der Beweis, dass Juden von Gott verstoßen sind: „So lasst sie hinfahren ins Land und gen Jerusalem … und das Land besitzen. Wenn das geschehen ist, so sollen sie uns bald ihnen auf den Fersen nach sehen daher kommen und auch Juden werden“ (WA 50.323,36-324,8). Würde Luther heute leben und seinen Worten Taten folgen lassen, würde er Jude werden…

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Mario Huhn, Pfarrer der
Evangelischen Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Möchtest du diese Rose annehmen?“ Diese Frage stellt in der neuen Staffel von „Der Bachelor“ Sebastian Preuss. Der 29-Jährige Junggeselle aus München sucht in der RTL-Show seine große Liebe. Woche für Woche darf er die Ladys in Einzel- oder Gruppendates vor traumhaftschönen Kulissen näher kennenlernen. Wer am Ende der Sendung die rote Rose vom „Bachelor“ bekommt und annimmt, darf bleiben. Alle anderen Frauen müssen die Heimreise antreten.

Seit jeher übt die rote Rose eine besondere Anziehung auf uns aus. Sie symbolisiert Liebe und Romantik und damit auch Leidenschaft. Sie ist im Strauß, der zur Geburt des Sohnes überreicht wird; im Brautstrauß zur Hochzeit; im Strauß am Muttertag, als Zeichen der Aufmerksamkeit oder als Blumengebinde am Sarg. Aber auch als Einzelblume zum Valentinstag macht sie eine gute Figur. Mit keiner anderen Blume kann ich meiner Partnerin „Ich liebe dich!“ so schön sagen, wie mit einer roten Rose.

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Dorothea Goudefroy
Pfarrerin der Evangelischen
Kirchengemeinde Menden

Wort zum Sonntag

Willkommen – bienvenidos – welcome – bienvenue!

Liebe Leserinnen und Leser!

Was brauchen Sie, um sich in einem Gottesdienst willkommen zu fühlen? Seidin, unsere Freiwillige aus Peru, sagt: Jemanden, der einen an der Tür freundlich begrüßt. Und dann einen Zettel, auf dem steht, wie der Gottesdienst ablaufen wird.

Ich habe das kürzlich im Urlaub in den Niederlanden erlebt. Da bin ich am Sonntagmorgen in die alte, windschiefe Dorfkirche gegangen. Leider kann ich kein Niederländisch, aber ich war willkommen. Am Anfang des Gottesdienstes wurden – auf Deutsch – alle deutschen Gäste begrüßt. Und auf der Leinwand war immer das Lied zu sehen, das wir gesungen haben. Ich habe bestimmt nicht alles richtig ausgesprochen, aber ich konnte mitmachen. Da fand ich es nicht so schlimm, dass ich die Predigt nicht verstehen konnte.

So, finde ich, sollte es in unseren Gottesdiensten immer sein: Dass alle mitmachen können und sich wohlfühlen. Selbstkritisch muss ich sagen, dass das wohl nicht immer so ist. Aber wir wollen als Gemeinde dazu lernen und feiern darum zum ersten Mal einen Internationalen Gottesdienst. Mit freundlicher Begrüßung an der Tür und einem Zettel, auf dem der Ablauf und alle Lieder stehen.

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